48

Früher Bidjar

Neu

381 x 196 cm
Persien, erste Hälfte 19. Jhdt.
Zustand: gebraucht, guter Flor, mehrere Löcher und Fehlstellen, mehrere kleine Reparaturen, mehrere kleine Mottenschäden, auf Stoff aufgenäht
Kette: Wolle, Schuss: Wolle, Flor: Wolle

Dieser sehr ungewöhnliche Bidjar fällt nicht nur durch sein Design, sondern auch durch seine herausragenden Farben auf. Das Feld zeigt einen unendlichen Rapport aus zwei verschiedenen Blütenformen, der von den Bordüren äußerst präzise eingefasst wird. Nur ganz unten hat die Knüpferin einen kleinen Fehler gemacht, indem sie das blaue Nebenmotiv quer gestellt hat. Darüber hinaus hat sie einige Anhängsel desselben Motivs in das Feld gesetzt.
Das Ganze geht aus dem bekannten Mina-Khani-Muster hervor, nur dass die verbindenden Ranken mit den weißen, fünfblättrigen Narzissenblüten weggelassen wurden. Das Muster kennen wir von Veramin- und Beludj-Teppichen. Die kreisrunden Blüten sind variantenreich in unterschiedlichen Farben gestaltet, wohingegen das Sekundärmotiv Ruhe in das Feld bringt, indem es einheitlich blau gehalten ist. Im Vergleich zum Mina-Khani-Muster hat sich hier jedoch eine entscheidende Veränderung ergeben: Das Motiv hat eine Richtung bekommen. In seinem Inneren steht eine aufrechte Blume, und es hat "Beine" erhalten, die uns an die "Füße" der sogenannten Adler-Kasaks erinnern. Vergleichbare Formen lassen sich auch in anderen Teppichen Nordwestpersiens entdecken.
Die tiefblaue Bordüre zeigt von Blättern umgebene gelbe und blaue Blüten, wie wir sie in vielen Variationen kennen. Besonders charmant sind die winzigen weißen, fünfblättrigen Blümchen, welche die größeren Blüten umkreisen. Die dunkelgrüne Ranke, welche die großen Blätter miteinander verbindet, trägt einen Hauch einer kufischen Bordüre in sich.
Dass der Teppich rundum eine geknüpfte beige oder, wenn man so will, hell kamelhaarfarbene Umrandung besitzt, erinnert an Sarab- und Hamadan-Läufer.
Es war eine gute Tat, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, diesen Teppich zu retten und auf einen Träger aufzunähen - etwas, das bei persischen Teppichen des 19. Jahrhunderts, im Gegensatz zu türkischen, so gut wie nie vorkommt.
Ein echtes Sammlerstück.

Schätzpreis: € 6000 - 9000


Startpreis / Startingbid

4 000 €

Senden Sie uns ein Gebot

Ihr Gebot wird gesendet

Your Offer is accepted, please check your inbox.

  •     *Benötigte Felder

Laden