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Keschan Mohtashem Souf Seide mit Metallbroschierung

Neu

188 x 133 cm
Persien, um 1900
Zustand: sehr gut, voller Flor, minimale kleine Reparaturen
Kette: Seide, Schuss: Seide, Flor: Seide mit Metallbroschierung

Im safawidischen Persien des frühen 17. Jahrhunderts begannen Knüpfer, ihre ohnehin schon äußerst luxuriösen Seidenteppiche durch Metallbroschierungen noch kostbarer zu gestalten. Diese Technik wurde im 19. Jahrhundert von den besten Werkstätten Persiens wiederbelebt und ist unter dem Begriff Souf bekannt. Der Grund ist mit Metallfäden gewebt, während das Design in Seide geknüpft ist. Dadurch hebt sich das Muster durch seinen Flor nicht nur visuell, sondern auch plastisch von dem kostbaren Silbergrund ab.

Großformatige Teppiche dieser Art zeigen häufig Medaillons oder Spiralranken, wohingegen die kleineren Exemplare oft eine Gebetsnische andeuten. Von Letzteren zeigen die meisten Baum- oder Vasenmotive. Die Kombination von Nische und Rankenwerk ist dagegen eher selten.

Palmetten und Boteh-Formen werden durch ein mächtiges Rankenwerk miteinander verbunden, hinter dem die Nische beinahe ein wenig zurücktritt. Dem wirkt die architektonische Zeichnung mit angedeuteten Säulen und darauf thronenden Vasen entgegen. Beachten Sie auch die ungewöhnlichen quadratischen Knotenformen in der unteren Mitte des Feldes.

Gut versteckt entdecken wir zwei weiße Fische mit roten Augen in den unteren Ecken. Auch in den Bordüren finden sich Tiere. Recht offensichtlich sind die Vögel in den roten Nebenbordüren. Schwieriger zu entdecken sind die Häschen und Ringeltauben in der Hauptbordüre, deren Oktogon- und Kassettenzeichnung ebenfalls auf safawidische Vorbilder zurückgreift.
Ein Teppich mit dieser selteneren Bordüre ist bei Christie's, "Oriental Rugs and Carpets", 10. Oktober 2008, Los 173, veröffentlicht.

Schätzpreis: € 12000 - 16000


Startpreis / Startingbid

8 000 €

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