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Kum Kapi Seide mit Metallbroschierung

Neu

258 x 179 cm
Türkei, um 1920
Zustand: gut, vereinzelt niedriger Flor, vereinzelt kleine Reparaturen am oberen Ende, linke untere Ecke leicht beschädigt
Kette: Seide, Schuss: Seide, Flor: Seide mit Metallbroschierung

Dieser fein geknüpfte Kum-Kapi-Teppich gehört zu einer Gruppe luxuriöser Seidenteppiche, die in den armenischen Werkstätten des Istanbuler Stadtviertels Kum Kapi während der letzten Jahrzehnte des Osmanischen Reiches entstanden. Diese Arbeiten zählen technisch zu den anspruchsvollsten Knüpfteppichen ihrer Epoche. Zu den berühmtesten Meistern gehörten Hagop Kapoudjian und Zareh Penyamin.

In gedeckten Farben führt unser Stück die Tradition der sogenannten Polenteppiche fort. In der Sammlung Thyssen-Bornemisza befindet sich ein solcher Teppich aus dem zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts, der nahezu die gleiche Musterung wie unser Teppich zeigt. Siehe Friedrich Spuhler, "Carpets and Textiles. The Thyssen-Bornemisza Collection", 1998, Nr. 28.

Die um die kleine zentrale Rosette gespiegelten Medaillons sind entlang einer Achse mit wiederum gespiegelten, angeschnittenen Medaillons verbunden. Dieses ausgesprochen raffinierte Design lässt sich noch früher auf dem berühmten Clam-Gallas-Teppich aus dem späten 16. Jahrhundert nachweisen.

Die Bordüre des Thyssen-Teppichs ist zwar mit der unseres Stückes verwandt, wirkt jedoch zurückhaltender, da sie nicht zweifarbig unterteilt ist. Neben dem Design weisen auch die verwendeten Materialien und die Farbgebung dieser eleganten Stücke deutliche Parallelen auf. Die mit Metallfäden flachgewebten Partien und die kostbare Seide unterstreichen den luxuriösen Charakter und die außergewöhnliche Eleganz dieser feinen Arbeiten.

Schätzpreis: € 30000 - 40000


Startpreis / Startingbid

20 000 €

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