238 x 145 cm
Persien, Mitte 20. Jhdt.
Zustand: sehr gut, voller Flor, leichte Gebrauchsspuren an den Fransen
Signatur: "Baft Iran Isfahan Seirafian"
Kette: Seide, Schuss: Seide, Flor: Wolle
Die berühmte Seirafian-Werkstatt wurde 1940 gegründet und produzierte persische Teppiche von überragender Qualität. Der Gründer, Haj Agha Reza Seirafian (1881-1974), war eigentlich Bankier, hatte jedoch bereits zuvor Erfahrung mit der Herstellung und dem Handel von Teppichen gesammelt. Seine sieben Söhne stellten alle unter ihren eigenen Namen Teppiche her.
Auch zwei seiner Töchter widmeten sich dem Geschäft.
Ein überaus komplexes Strahlenmedaillon beherrscht das Feld, begleitet von zwei kleineren Medaillons mit vergleichbarem Aufbau. Von diesen ausgehend überzieht ein weißes Spiralrankensystem den roten Grund. In bester safawidischer Tradition liegt darunter ein weiteres, blaues Rankensystem, das dem Teppich eine bemerkenswerte Tiefe verleiht. Rechts und links des Medaillons werden die beiden Systeme durch eine Palmette miteinander verbunden.
Besonderes Augenmerk verdienen die weißen Lanzettblätter an den Gabelungen der weißen Ranken. Sie sind von hinreißender, komplexer Eleganz gezeichnet. Der weiße Grund, auf dem das mächtige Medaillon liegt, findet seinen Abschluss in zurückhaltenden Eckzwickeln, die sich subtil vom weißen Feld abgrenzen, ihrerseits jedoch durch voluminöse Vasenmotive mit dem Medaillon verbunden werden.
Die Bordüre übernimmt die Motive des Feldes in überbordender Üppigkeit, wobei hier den blauen Wellenranken der Vorzug gegeben wird. Ein Meisterwerk persischer Knüpfkunst auf Seidengrund, für dessen Beschreibung man eigentlich nur ein
Wort braucht: Perfektion.
Schätzpreis: € 15000 - 20000