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Stern Ushak

Neu

345 x 173 cm
Türkei, 17. Jhdt.
Zustand: gebraucht, Flor niedrig, Seiten und Enden unvollständig, vereinzelt kleine Löcher, mehrere alte Reparaturen und Aufknüpfungen
Kette: Wolle, Schuss: Wolle, Flor: Wolle

Ushak-Teppiche wurden vom 15. Jahrhundert an im Osmanischen Reich gefertigt und tauchen auf europäischen Gemälden bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf. Das bekannteste Beispiel ist sicherlich das Gemälde von Paris Bordone in Venedig, das 1534 in Auftrag gegeben und 1545 vollendet wurde.

Am häufigsten sind die Medaillon-Ushaks, die vom 15. bis in das 18. Jahrhundert gefertigt wurden. Stern-Ushaks wurden hingegen nur bis in das 17. Jahrhundert produziert. Sie zeigen einen unendlichen Rapport aus achtpassigen Sternen und Rhomben; der meist rote Grund ist mit Blütenranken bedeckt. Das Design wurde von osmanischen Hofkünstlern entwickelt, denen persische Teppiche der Zeit wohlbekannt waren.'

Der sicherlich schönste Teppich dieses Typs ist bei McMullan, "Islamic Carpets", 1965, Nr. 67, abgebildet. Ein Unterschied zwischen diesem und dem vorliegenden Exemplar sowie fast allen anderen Stern-Ushaks besteht darin, dass der McMullan-Teppich mehr von den angeschnittenen Medaillons zeigt, wodurch der Eindruck des unendlichen Rapports noch verstärkt wird.

Die häufigste Bordüre bei Stern-Ushaks zeigt Wolkenbänder. Die sogenannte gotische Bordüre, wie sie auch unser Exemplar besitzt, findet sich ebenfalls auf einem Stern-Ushak, den wir am 16. September 2014 erfolgreich für € 122.000 verkaufen konnten und der sich heute in der Arkas-Sammlung in Izmir befindet; siehe HALI 216, S. 104, rechts.

Schätzpreis: € 30000 - 40000


Startpreis / Startingbid

18 000 €