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Bakhscheich

Neu

407 x 101 cm
Persien, Ende 19. Jhdt.
Zustand: sehr gut, guter Flor, Dunkelbraun teilweise korrodiert, minimale kleine Reparaturen
Kette: Baumwolle, Schuss: Baumwolle, Flor: Wolle

Die Knüpferin dieses Teppichs hat die Aufgabe "Knüpfe mir einen Läufer mit einem Allover-Muster, das nicht langweilig ist" mit Bravour gelöst. Auf seltenem weißem Grund hat sie Blütenbäumchen in Reih und Glied gezeichnet und diese in größtmöglicher Farbenvielfalt dargestellt. Eine gewisse Tiefe und Staffelung hat sie dadurch erzielt, dass sie jeweils drei oder vier Blütenbäumchen in einer Reihe geknüpft hat. Wie sie allerdings den freigebliebenen Raum rechts und links der Dreierreihe genutzt hat, ist einfach herrlich.
Man stellt sich vor, wie sie an langen Winterabenden von einer Frühlingswiese geträumt hat. Beginnend mit einem Hund rechts unten und abschließend oben links mit einer Person mit erhobenen Händen hat sie die Blüten eingefasst. Im ersten Drittel und bis zur Mitte stellt sie uns ihre ganze Hühnerschar und etliche Vierbeiner vor. In der oberen Hälfte erscheinen weitere Personen, vielleicht ihre Familie: erst zwei kleinere, eine davon ein Tier führend, und dann vier Erwachsene. Drei davon scheinen große Wickelröcke zu tragen, und die Tracht rechts oben ist besonders eindrucksvoll.
Trotz aller spielerischen Individualität ihrer Knüpfkunst ist sie sich der persischen Tradition bewusst, denn sie stellt die Blütenbäumchen so dar, wie sie schon von persischen Seiden des 17. Jahrhunderts bekannt sind. Die fast kreisrunde Blüte mit zwei kleineren, darunterliegenden Blättern ist klassisch; insbesondere aber der kleine Erdhügel, der ganz früher wie kleine Wolken gezeichnet wurde, ist sehr typisch.
In der Bordüre hat sie eine offene, klare Wellenranke mit Blüten geknüpft, die in ihrem warmen Rot wunderbar mit dem Feld harmoniert. Dieser freudige Teppich würde jeden Flur erleuchten.

Schätzpreis: € 8000 - 12000


Startpreis / Startingbid

5 000 €