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Früher Tekke Hauptteppich

Neu

227 x 173 cm
Turkmenistan, um 1800 oder früher
Zustand: dem Alter entsprechend, in der Breite reduziert, großteils guter Flor, mehrere alte Reparaturen, Kelimenden angesetzt und teilweise beschädigt, deutliche Gebrauchsspuren
Provenienz: ex Robert Pinner Sammlung und ex Hans-Christian Sienknecht Sammlung
Kette: Wolle, Schuss: Wolle, Flor: Wolle

Dieser bildschöne Tekke-Hauptteppich ist eines von nur sechs Stücken, die mit dieser Bordüre bekannt sind. Er wurde erstmals von Robert Pinner und Michael Franses in "Turkoman Studies I" auf Seite 102 sowie auf Farbtafel IV, 1980, publiziert. Zu diesem Zeitpunkt war nur ein weiterer Teppich dieser Art aus der Menzel-Sammlung bekannt.
Die Meanderbordüre mit eingerolltem Blatt wurde in der Publikation mit kaukasischen Schildteppichen in Verbindung gebracht. Es gibt allerdings durchaus auch einen Bezug zu Zeltbändern. Jürg Rageth unterschied drei verschiedene Rottöne im wunderbaren Feld, die einen unmerklichen Abrasch bilden ("Turkmenische Teppiche. Ein neuer Ansatz", Seite 631).
Ein dritter Teppich wurde von dem Händler David Reuben bei Bonhams erworben (Hali 117, Seite 113) und in seinem Katalog "Gols and Guls II" als Nummer 1 publiziert. Dieser ist wohl der älteste dieser kleinen Gruppe und kann mit ziemlicher Sicherheit ins 16./17. Jahrhundert datiert werden (Rageth, Seite 631). Eine Radiokarbondatierung des vorliegenden Exemplars legt eine Entstehung zwischen 1650 und 1820 nahe (Rageth, Seiten 631 und 160).
Das vierte Exemplar wurde von Rippon Boswell am 20. November 2004, Los 181, für 38.400 € versteigert. Dieses hatte eine etwas gedämpfte Grundfarbe, war allerdings vollständig und zeigte ebenfalls das schöne Grün, das auch unser um eine Reihe Güls reduziertes Exemplar aufweist.
Eine seltene Gelegenheit, eine wunderbare, extrem seltene turkmenische Knüpfarbeit hervorragender Provenienz zu erwerben.

Schätzpreis: € 10000 - 15000


Startpreis / Startingbid

5 000 €